Tutorials & Artikel

Mein erstes Homestudio

Das erste Homestudio:


Vorwort:

Aufgrund meiner Tätigkeit im Tonstudio-Forum habe ich festgestellt, dass sich die häufigsten Fragen auf die Einrichtung eines eigenen Tonstudios beziehen. Daher dachte ich mir, dass es vielleicht für viele hilfreich sein könnte, einen kleinen Guide an die Hand zu bekommen. Natürlich stellt sich auch hier das Problem, dass man die Frage bezüglich einer Erstausstattung nicht so einfach und vor allen Dingen allgemein beantworten kann. Jeder hat individuelle Ansprüche an sein Equipment und somit ist es dementsprechend schwierig allgemeine Empfehlungen auszusprechen.

Weiterhin gehe ich bei meinem Artikel ausschließlich von der Einrichtung eines digitalen und rechnerbasiertem Studio aus. Ja, da gibt es Unterschiede ;).....

 

1. Schritt: Die Idee und Planung

Jeder, der sich mit Tontechnik beschäftigt oder sich dafür interessiert, bekommt irgendwann den unbändigen Wunsch nach einem eigenem kleinem Tonstudio. Oftmals wird dann in einschlägigen Foren geschaut, was andere haben und danach wird ohne Sinn und Verstand eingekauft. Am Ende ist das Geheule dann groß, wenn man zwar ne Menge an Equipment hat, aber es trotzdem nicht so klingt, wie man es gerne hätte.

Daher versuche ich Euch zumindest grundlegende Tipps zu geben, um dieses Debakel zu vermeiden. Je nachdem ist das ja auch mit diversen und auch höheren Ausgaben verbunden.

Als Erstes muss man sich über drei Fragen grundlegende Gedanken machen, um etwaige Fehlinvestitionen zu vermeiden:

1.) Was genau will ich machen mit dem Studio?

Geht es nur darum etwas rumzuexperimentieren oder will ich es richtig krachen lassen mit allem drum und dran? Soll das Studio Recordingmöglichkeiten haben oder geht es, wie in meinem Fall darum, nur zu mischen und zu mastern? Wenn Recording, wie viel Spuren werden benötigt? Wie viel Mic-/Lineeingänge und Ausgänge werden benötigt? etc, etc.

Im Klartext bedeutet dies, dass Ihr Euch erst einmal dedizierte Gedanken darüber machen müsst, was Ihr wollt und wo Ihr mal hin möchtet! Zu berücksichtigen ist hierbei, dass es erstmal um die Grundausstattung geht. Erweitern kann man sein Studio in der Regel jederzeit!

2.) Was habe ich für einen Anspruch?

Ein sehr, sehr wichtiger Punkt! Hiernach richtet sich nämlich die Qualität des Equipments. Es gilt hierbei zu bedenken, dass ich für ein Homestudio durchaus nur 1.000,- € bezahlen kann, es aber auch null Problem ist, 50.000,- € zu investieren. Das ein Studio mit einem professionellen Anspruch gegenüber einem Studio mit Hobbyambitionen wesentlich höher zu Buche schlägt, dürfte hier jedem klar sein.

Wichtig ist allerdings auch die Frage, ob Du Deinem Anspruch mit Deinen momentan verfügbaren Skills auch gerecht werden kannst? Jemand der gerade noch am Anfang steht wird auch mit dem besten Equipment nicht in der Lage sein, einen professionellen Mix abzuliefern!

3.) Welches Budget steht mir zur Verfügung?

Hier letztendlich der wesentliche Aspekt, denn ohne Moos nix los! Leider müssen wir unsere Wünsche dem zur Verfügung stehendem Kapital anpassen. Grundsätzlich möchte ich hier jedoch den Leitsatz anbringen: "Wer billig kauft, kauft zweimal!". Hier besteht also die Herausforderung darin, das Optimum zwischen Preis und Leistung zu ermitteln.

Klingt zwar traurig, ist aber leider so! Somit müsst Ihr Euch intensiv damit auseinandersetzen, wie Ihr Euer Budget auf das Equipment am sinnvollsten aufteilt.

 

So, nachdem nun die grundlegenden Fragen geklärt wurden, geht es darum, die entsprechenden Räumlichkeiten für das Studio auszuwählen. Ist das Studio in Privaträumen, sprich, der eigenen Wohnung geplant, so denkt bitte auch an Eure Nachbarn! Gerade wenn es darum geht, dass in Eurem Studio auch aufgenommen wird. So ein Schlagzeug in ner Wohnung kann nämlich schon für reichlich Alarm sorgen!!!

 

2. Schritt: Die Räumlichkeiten

Grundsätzlich ist die Auswahl der Räumlichkeiten und vor allen Dingen deren akustische Optimierung der kostenintensivste Punkt. Gerade Anfänger denken über diesen Punkt wenig bis gar nicht nach und lassen den wichtigen Aspekt der Raumakustik außen vor!

Dabei ist die Akustik eines Raumes essentiell für das Betreiben eines Tonstudios! Mir nutzt nämlich das beste Equipment nichts, wenn ich nachher in einem schalltoten Raum sitze oder die Wände soviel Frequenzen reflektieren, dass mir die Ohren fliegen gehen!

Noch heute sieht man zahlreiche Homestudios, die mit den guten alten Eierkartons beklebt sind, weil irgendein Fallobst vor Jahrzehnten mal meinte, dass das was bringen würde. Dabei sollte heute eigentlich jeder wissen, dass dies ein Ammenmärchen mit null Wahrheitsgehalt ist!

Die akustische Optimierung der Räumlichkeiten ist somit leider sehr kostenintensiv und sollte damit von einem Profi gemacht werden. Es hilft nämlich nichts, jetzt für viel Geld teure Dämmmaterialen, Stellwände, Absorber, etc. auszugeben, wenn man dann nicht weiß, wo man das ganze Zeug sinnvoll anbringt bzw. aufstellt.

Leider bin ich für akustische Fragen nicht der richtige Ansprechpartner, da ich mich nie groß damit auseinander gesetzt habe. Schließlich ist das Themengebiet der Akustik extrem umfangreich und hat mich auch nie so wirklich interessiert. Macht ja nix, dafür gibt es genug Leute, deren Beruf es ist Studios akustisch zu optimieren und zu bauen.

Da aber auch ich keinen Goldesel besitze, greife ich hier immer auf die Hilfe meiner Kollegen bei www.tonstudio-forum.de zurück. Das sind absolute Profis, die das bereits seit Jahrzehnten hauptberuflich machen! Ich empfehle daher jedem, sich vorher Rat und Hilfe zu holen. Die Jungs sagen Dir anhand einer Raumzeichnung oder Fotos, wo Du was am Besten positionierst, bewerten Raummessungen, etc. Also, einfach mal nachfragen. Die Kollegen sind sehr hilfsbereit und freundlich.

 

3. Schritt: Es geht los!

Nachdem wir uns die Studioräumlichkeiten nett zurecht gemacht haben, geht es nun endlich los. Einkaufen!

Hierbei möchte ich Schritt für Schritt gehen und mich von unten nach oben vor arbeiten. Weiterhin möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass meine Empfehlungen nicht der Weisheit letzter Schluss sind, sondern lediglich auf meinen persönlichen Erfahrungen und meinem persönlichem Geschmack basieren! Ich übernehme also keinerlei Haftung! :D

Der Arbeitsplatz

Ich halte diesen Punkt für sehr wichtig, da wir schließlich die nächsten Stunden, Wochen, Monate, Jahre hier verbringen werden. Der Arbeitsplatz sollte also so eingerichtet sein, dass Du dort problemlos mehrere Stunden am Stück ermüdungsfrei verbringen kannst. Außerdem sollte das nähere Umfeld nach eigenem Geschmack entspannend eingerichtet sein. Man muss sich einfach wohlfühlen! Schließlich sind wir nicht in einer Legebatterie...

Letztendlich musst Du also erstmal dafür sorgen, dass Du eine vernünftige Arbeitsfläche und eine bequeme Sitzgelegenheit hast. Hier ist die Auswahlpallette schier unendlich. Nehme ich einen Schreibtisch von IKEA oder muss es gleich ein namhaftes Studiomöbel sein?

Als ich mein Studio 2013 eingerichtet habe, setzte ich mich hier intensiv auseinander. Bei mir kommt halt auch noch die Schwierigkeit von 1,95 m Körpergröße hinzu und jeder weiß ja mittlerweile, dass Möbel für DIN-Größen gebaut werden.

Nach langem hin und her habe ich mich für den Studiotisch eines großen Musikversandhauses entschieden. Hierbei handelt es sich um einen Massivholztisch, der über ein seitliches 19" Rack verfügt, um auch externe Geräte einbinden zu können. Weiterhin verfügt er über eine ausziehbare Lade für Tastatur oder Keyboard. Für damals ca. 350,- € ein echter Schnapper und äußerst stabil! Als Sitzgelegenheit habe ich mich dann für einen hochwertigen Bürostuhl eines schwedischen Einrichtungshauses entschieden. Dieser schlug dann nochmal mit 149,- € zu Buche.

Bei den Monitorständern habe ich dann leider lange rumgehadert. Schließlich sollten sie meine zukünftigen "Ohren" tragen. Die meisten Metallkonstruktionen, die ich mir angeschaut habe, waren zwar günstig, aber machten auch einen dementsprechenden Eindruck. Hier habe ich mich dann schweren Herzens dann doch für eine professionelle Lösung von Zaor aus Kirschholz entschieden. Die sind dann aber halt für die Ewigkeit.

Natürlich funktioniert letztendlich auch ein normaler Schreibtisch und irgendeine Sitzgelegenheit, aber ich gebe zu bedenken, dass das lange Arbeiten an einem Platz nicht unterschätzt werden sollte! Es nutzt ja nichts, wenn Du 8 Stunden in Deinem Studio gearbeitet hast und dann 1 Woche wegen Rücken flach liegst.

So, die grundlegenden Sachen für den Arbeitsplatz hätten wir nun zusammen. Nun geht es also zum nächsten Punkt, der Technik!

 

Der Rechner

Da es sich um ein rechnerbasiertes Tonstudio handelt, bildet der Rechner quasi das technische Hirn. Somit ist dieser auch durchaus eine Investition, wo es sich durchaus lohnt, ein paar Euros mehr einzuplanen. Nichts ist im Studio ärgerlicher als Performanceschwierigkeiten und hohe Latenzen. Beides kann sogar letztendlich ein sinnvolles Arbeiten verhindern.

Ob man sich bei der Wahl des Rechners für einen Mac oder Windowssystem entscheidet, ist letztendlich reine Geschmackssache!!! Objektive Messergebnisse, dass ein System besser ist als das andere, gibt es nicht. Somit ist es also eine reine glaubens- und kostentechnische Frage. Ich persönlich habe mich für ein Windowssystem entschieden. Liegt halt daran, dass ich seit über 20 Jahren mit diesen Systemen arbeite und bisher keinerlei nennenswerte Probleme damit hatte.

 

Bei der Rechnerwahl ist allerdings meiner Meinung nach auf folgende Punkte zu achten:

 

Mainboard & Prozessor

Das Herzstück des Rechners! Hier hat es sich bewährt auf ein Markenmainboard mit Intelsockel  zurück zu greifen. Dies verhindert in der Regel eine Menge eine Menge Ärger beim Einrichten. Außerdem wollen wir ja eine gute Performance erreichen. Mit AMD habe ich persönlich und einige meiner Bekannten nicht so gute Erfahrungen gesammelt. Letztendlich haben alle zu Intel gewechselt. Bei der Wahl des Motherboards greife ich seit Jahrzehnten auf Produkte aus dem Hause ASUS zurück. Auch hier bisher keinerlei Probleme mit gehabt!

 

Arbeitsspeicher

Hier bitte nicht sparen! Je mehr RAM, desto besser die Performance. Grundsätzlich reichen 8 GB RAM schon aus, wer aber viel mit Synthys und Effekten arbeitet, sollte aber  lieber 16 GB einbauen.

 

Grafikkarte

Uninteressant!!! Wir wollen schließlich mit dem Rechner arbeiten und nicht zocken. Somit ist die Grafikkarte das uninteressanteste Bauteil. Ich verwende die Onboardkarte. Hat keine Lüfter, die unangenehme Nebengeräusche verursachen und hat zwei Monitorausgänge. Reicht!

 

Festplatten

Hier ist es wichtig eine Platte zu nehmen, die über ausreichend Speicherplatz verfügt. Auch die Buffergröße ist in Bezug auf die Performance ein wichtiger Faktor. 16 MB Buffer sollte die Platte schon haben. Weiterhin würde ich hier auch auf zuverlässige Markenprodukte zurück greifen. So ein Plattencrash kann nämlich schon eine sehr unangenehme Angelegenheit sein.

SSD-Platten steigern dann nochmal die Performance in Hinsicht auf das Starten von Programmen und VSTs. Ob man sich den Luxus gönnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Soundkarte

Da wir ein ASIO-taugliches Soundinterface verwenden werden (siehe auch "Das Soundinterface"), ist dieses Bauteil auch uninteressant. Onboardsoundkarte reicht also aus. Wird eh im BIOS deaktiviert!

 

Monitor

Da wir eine nicht unbeträchtliche Zeit vor dem Ding sitzen werden und auch gleichzeitig mehrere Programme und Applikationen laufen haben, sollte hier die Wahl nicht zu klein ausfallen. Ich würde ein Minimum von 23" vorschlagen. Je größer, je angenehmer! Ich persönlich verwende einen 27" Monitor, werde mir aber in Kürze einen zweiten 22" Monitor dazu holen. Dann muss ich in der DAW nicht immer zwischen Spurenansicht und Mixer hin und her switchen.

 

Das Soundinterface

Das Herzstück unseres Studios! Daher sollte hier entsprechend Zeit und Sorgfalt aufgewendet werden. Hier lohnt es sich durchaus auch, den ein oder anderen Taler mehr zu investieren, denn das Soundinterface trägt im Wesentlich zur Qualität unserer Produktionen bei!

Zuerst einmal müssen wir folgende Fragen klären:

1)     Welchen Qualitätsanspruch habe ich? Eher Amateur oder Profi?

2)     USB, Fireface oder PCIe? PCIe hat die geringsten Latenzen und wir direkt im Rechner verbaut. USB    ist der gängige Standard und ist immer weiter auf dem Vormarsch. Fireface ist natürlich schneller als USB aber auch ein wenig fehlerbehaftet. Nach der aktuellen Marktlage scheint sich Fireface aber nicht durchzusetzen.

3)     Wie viele Mikrofoneingänge brauche ich?

4)     Wie hoch ist mein Budget?

Der Markt an Soundinterfaces ist schier unendlich. Um so sorgfältiger sollte hier die Auswahl getroffen werden! In der Regel sollten wir hier mit einer Mindestinvestition von etwa 150,- € rechnen. Dafür erhalten wir durchaus bereits ein Interface, mit dem man problemlos auf Amateurniveau arbeiten kann! Ich persönlich würde hier Interfaces von FOCUSRITE, STEINBERG oder PRESONUS bevorzugen, da hier ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis vorherrscht.

Geht es dann in die professionellere Richtung, empfehle ich RME, MOTU, APOGEE oder UNIVERSAL AUDIO. Da muss man dann aber schon mit einer Investition von etwa 400,- € aufwärts rechnen. Dafür wird man dann aber auch mit schier göttlichem Sound und qualitativ hochwertiger Hardware belohnt! Außerdem ist natürlich der Support und die Treiberaktualität wesentlich besser, als bei den "Massenprodukten" (ja ich weiß, das Andere sind auch Massenprodukte, aber Ihr wisst schon, was ich meine ;) ).

Bei der Auswahl des Soundinterfaces ist es durchaus ratsam, in ein Musikgeschäft seiner Wahl zu gehen und sich das ein oder andere Interface mal live anzuhören.

 

Die Studiomonitore

Ähnlich wie bei den Soundinterfaces ist auch hier die Auswahl erschlagend! Leider handelt es sich hierbei auch um mit den kostenintensivsten Punkt! Soundinterface und Monitore bilden eine Einheit und somit bestehen da auch diverse Abhängigkeiten. Grob gesagt: Ein gutes Soundinterface benötigt auch gute Monitore und umgekehrt! Es hilft also nicht, wenn wir 1000,- € in ein Soundinterface investieren und dann nur 500,- € in die Monitore. Das ist letztendlich Perlen vor die Säue geworfen! Somit macht es Sinn, das Budget für Soundinterface und Monitore zusammen zu werfen und dann das Gesamtbudget entsprechend gleich aufzuteilen.

Wichtig ist darauf zu achten, dass es sich um Studiomonitore und nicht um Hi-Fi-Boxen handelt! Hintergrund ist der, dass Hi-Fi-Boxen in der Regel einen dynamischen Frequenzgang hat, sprich den Sound beeinflusst. Für zu Hause zum entspannten Musik hören durchaus sinnvoll, im Studio jedoch sinnfrei, da wir ja den unverfälschten, puren Originalsound hören wollen. Somit benötigen wir Boxen mit einem linearen Frequenzgang.

Da Homestudios normalerweise räumlich sehr begrenzt sind, engt sich unsere Auswahl auf Nahfeldmonitore ein. Je nach Raumgröße empfehlen sich hier Monitore mit 5"-8" Kalotten.

Da Hören eine weitestgehend subjektive Empfindung ist, kann man hier auch schlecht Empfehlungen aussprechen. Bedeutet, dass wir auch hier nur unseren eigenen Ohren trauen können und die Monitore somit auf jeden Fall probe hören sollten!!! Hierfür eignet sich eine so genannte Referenz-CD, die man sich vorher zusammen stellt. Das ist eigentlich ganz einfach. Man erstellt sich eine CD mit den Songs zusammen, die für einen persönlich am Besten klingen. Mit dieser CD macht man dann eine Shoppingtour durch die Musikhäuser und hört sich diese auf den Monitoren seiner Auswahl an.

Meine persönlichen Favoriten sind hier Produkte der Firmen ADAM, NEUMANN, GENELEC, FOCAL, QUESTED und GAITHAIN.

Wenn das Budget es hergibt, gilt es zu überlegen, ein weiteres Paar Monitore für einen Gegenvergleich anzuschaffen. Ich selber beispielsweise prüfe jeden Mix auf mehreren Ausgabegeräten um zu schauen, wie der Mix auf unterschiedlichen Medien klingt. Man kann ja nicht davon ausgehen, dass jeder Enduser eine High-End-Anlage zu Hause stehen hat. Somit prüfe ich unter anderem auch, wie ein Mix auf einem Küchenradio oder Handy klingt. Handys sind mittlerweile halt auch das Abspielmedium Nummer Eins und es macht keinen Sinn einen Mix zu erstellen, der auf den Studiomonitoren 1a klingt und auf dem Handy gehen einem die Ohren fliegen!

Der Vorteil bei diesem Verfahren ist, dass eigentlich jeder Mix, der auf "einfachen" Lautsprechern gut klingt, dies auch auf einer High-End-Anlage tut. Umgekehrt gilt dieses Verfahren aber leider nicht.

Zu meiner Lehrzeit hatte daher jedes große Studio ein Paar AURATONE C5 rumstehen. Das ist ein einfacher Lautsprecherwürfel mit einer Kalotte und einem knallharten puren Sound gewesen. Was besseres für diesen Vergleich gab und gibt es nicht. Leider gibt es die Firma AURATONE aber nicht mehr. Somit hat man nur noch die Möglichkeit im Internet Gebrauchte zu kaufen oder auf einen "Remake" zurückzugreifen.

Ich persönlich habe mich hier für einen 1:1 Nachbau der Firma AVANTONE entschieden. Die Namensähnlichkeit ist durchaus berechtigt und auch gewollt, da es sich hier um einen qualitativ  astreinen Nachbau der guten C5 handelt. Klar, nicht ganz günstig, aber ich möchte diese Boxen heute nicht mehr missen! Letztendlich entscheidet aber auch hier das Budget. Günstigere Nachbauten gibt es beispielsweise von der Firma BEHRINGER.

Eine weitere Auswahl, die wir treffen müssen ist, ob wir ein aktives oder passives System anschaffen wollen. Ich persönlich bevorzuge hier aktive Systeme, da hier Verstärker und Box 100%ig aufeinander abgestimmt sind. Außerdem finde ich es einfach komfortabler und natürlich auch platzsparender.

 

Kopfhörer

Ähnlich wie bei den Studiomonitoren benötigen wir ein Exemplar, welches einen linearen Frequenzgang wiedergibt. Hi-Fi-Kopfhörer sind hier also ungeeignet! Weiterhin sollte der Kopfhörer ein geschlossenes System haben um bei Aufnahmen beispielsweise unangenehme Nebengeräusche zu vermeiden.

Als Klassiker ist hier zum Beispiel der BEYERDYNAMICS DT 770 PRO zu nennen. Ein Kopfhörer, der sich seit Generationen bewährt hat und in wirklich jedem Studio zu finden ist. Und für etwa 150,- € auch noch günstig. Selbst Ersatzteile sind kein Problem, da man jedes Bauteil nachbestellen kann.

 

Verkabelung

Bei der Auswahl der Kabel ist darauf zu achten, dass man qualitativ hochwertige Kabel mit guten Steckern (bsp. NEUTRIK) verwendet. Kabel sind nämlich die größte Schwachstelle in einem Studio, was das Verursachen von Nebengeräuschen und Ausfällen angeht! Und nichts ist nerviger, als mitten in einer Produktion nach einem fehlerhaften Kabel oder Stecker zu suchen....

Hier also ruhig auf die teuren Kabel zurückgreifen! Es müssen nicht gleich welche von VOVOX sein, aber halt auch keine Billiganbieter.

Für die Fraktion, die sich Ihre Kabel selber lötet, empfehle ich hier Kabel der Firma Belden. Eine amerikanische Firma, die Kabel für das US Militär herstellt. Sprich, da kannst Du mit 'nem Panzer drüber fahren und die brechen nicht. Stecker würde ich dann von NEUTRIK nehmen. Sind stabil und haben sich seit Jahrzehnten bewährt.

 

DAW

Die DAW (Digital Audio Workstation) bildet quasi das Kontrollzentrum unseres Studios. Die gängigen DAWs können im Prinzip alle das Gleiche und unterscheiden sich im Groben in der Bedienung und im Workflow.

Daher ist es auch hier schwierig eine entsprechende Empfehlung auszusprechen, da jeder einen individuellen Workflow hat. Zum Glück kann man sich aber von den großen Herstellern eine Test- oder Trialversion der aktuellen DAW runterladen. Somit kann man dann in Ruhe testen, mit welchem Produkt man am besten klar kommt.

Ich persönlich arbeite mit CUBASE und bin auch sehr zufrieden damit. Zählt außerdem zu den Größten und Bekanntesten und ist somit auch in jedem großen Studio vertreten. Die Alternative zu CUBASE wäre PRO TOOLS, aber letztendlich sind beide DAWs gleichwertig und es entscheidet der Geschmack und die persönlichen Vorlieben.

Für den kleinen Geldbeutel kann ich die DAW REAPER empfehlen! Kostenlose Trialversion und die Vollversion liegt dann bei etwa 60$. Eine günstige DAW mit allen wichtigen Features!

 

Sonstiges

So, nun haben wir also erstes kleines eigenes Homestudio! Dieses lässt sich nun natürlich nach Belieben erweitern. Und glaubt mir, das wird es! :D

Das Thema Mikrofone habe ich bewusst ausgelassen, da man hierüber Bücher schreiben könnte (und es wurden ja auch bereits welche darüber geschrieben). Daher kann ich hier nur empfehlen sich zu informieren, probehören und sich mit anderen austauschen! Da ich selber mich auch auf das Mixing und Mastering spezialisiert habe, kann ich jetzt auch nicht so viel hilfreiches zum Thema Mikrofone beitragen.

Weiterhin kommt nach relativ kurzer Zeit der Wunsch, sein Repertoire an VSTs und Plug Ins zu erweitern. Hierzu kann ich nur anraten, sich erstmal mit den mitgelieferten Produkten seiner DAW auseinander zu setzen. Es ist durchaus möglich auch mit den Standard-Plug Ins gute Mixe anzufertigen. Und es nützt nichts einen Haufen Kohle in Plug Ins zu investieren, wenn man letztendlich nicht vernünftig damit umgehen kann! Also erstmal üben, üben, üben.....und dann mal weitersehen!

 

In diesem Sinne wünsche Ich Euch nun viel Spaß in Eurem neuen Studio!

Wenn Ihr noch Fragen habt, könnt Ihr mich gerne anschreiben.

 

Gruß,

Marcus

Kontakt

Insofern Sie Fragen rund um unsere Dienstleistungen haben, zögern Sie nicht, sich umgehend mit uns telefonisch oder schriftlich in Verbindung zu setzen. Gerne beraten wir Sie oder machen Ihnen ein unverbindliches Angebot für Ihr Projekt.

 

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Phone: (+49) 02238-4568566

Mobile: (+49) 1577 216 5 690

 

https://www.facebook.com/da.borg

https://www.facebook.com/tonecube-studio-226731370732417/

 

tonecube studio

Inh. Marcus Kneidl

Kusterdinger Str. 18

72127 Kusterdingen-Jettenburg

 

Bitte haben Sie jedoch dafür Verständnis, dass aufgrund der Arbeiten im Studio nicht immer eine telefonische Erreichbarkeit gewährleistet werden kann. Daher bitten wir um bevorzugte Kontaktaufnahme via Mail. Wir werden uns dann umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

Equipment

Bei tonecube wird mit folgendem Equipment und folgender Originalsoftware gearbeitet:

Gitarren:

1x Hamer Centaura Custommade in USA mit passiven Pickups (Seymour Duncan (2x SC), OBL(HB); Floyd Rose)
1x Hamer Centaura Custommade in USA mit aktiven Pickups (EMG SC-SC-HB; Floyd Rose)
1x Jackson DKA7 WH Pro Series (DiMarzio)
1x Gibson Les Paul Studio Ltd. Worn Brown (2x Burstbucker Pro)
1x Epiphone Les Paul Custom Ltd. Edition CS Midnight Ebony (EMG 81 & 85)
1x Epiphone Marcus Henderson Apparation (EMG 81 & 85; Floyd Rose)
1x Blueridge BR 60 Westerngitarre
1x Fender Standard Stratocaster 

Bass:

1x Warwick Rockbass Streamer Standard 4 Natural Satin

Amps, Modeller & Effekte:

1x Kitty Hawk Junior 120 W Röhrentop, getuned von G. Roy
1x Kitty Hawk 4x 12" Box
1x Kitty Hawk Testarossa Preamp, tuned bei G. Roy
1x Kitty Hawk Dino Preamp
1x Kitty Hawk Quattro Preamp
1x Kitty Hawk Midi Patch Bay mit Footcontroller
1x Kitty Hawk 2x60 W Stereo Endstufe Röhre
1x ART Multiverb III
1x Korg Toneworks AX 3000 G

Soundinterface:

RME Fireface UC

Controller:

Mackie Universal Pro MCU DAW Controller

Mackie Big Knob Studio Controller

Abhöre:

1x ADAM A7X Studiomonitore aktiv

1x ADAM Sub 7 7" Subwoofer

1x Avantone Mixing Cubes aktiv

Kopfhörer:

1x Beyerdynamic DT 770 PRO

Mikro:

Shure SM7B

Rechner:

Pentium I7 Quad Core mit Win 10 Professional / 27" & 22" Monitor

DAW:

Cubase Pro 8.5.20

Wavelab Pro 9

PlugIns Mixing & Mastering:

Waves

Solid State Logic (SSL)

Brainworx

SPL

Elysia

Sonnox

ProAudioDSP

Noveltech

Gitarren/Bass:

Brainworx Dualhead

Brainworx Engl

Brainworx Rockrack Pro

Brainworx Rockrack V3

Brainworx Bassdude

Waves GTR3

Positive Grid BIAS Desktop Professional

Positive Grid FX Desktop Professional

Native Instruments Guitar Rig 5 Pro

Vandal

Drum:

TOONTRACK Superior Drummer 2.4.2 + Metal Foundry SDX Expansion + Metal Machinery

TOONTRACK EZ Drummer2 + sämtliche Metalexpansions

TOONTRACK Drumtracker (Audio to MIDI, Triggering)

Synthys:

Padshop Pro + Zero Gravity Expansion

Halion Sonic SE + Dark Planet Expansion

Mystic

Embracer

Monologue

Prologue

Retrologue

Spector

z3ta+ 2.1

Absynth 5

EZ Keys Grand Piano

Reamping

Vorwort:

In meinem Artikel beziehe ich mich ausschließlich auf meine eigenen und den Erfahrungen aus meinem näherem Umfeld. Das heißt, dass der Artikel keinen Anspruch darauf erhebt vollkommen zu sein. Er soll lediglich den Anreiz geben, sich vielleicht selber einmal mit diesem Thema auseinanderzusetzen, falls man dies nicht eh bereits getan hat. Denn gerade das "Reamping" ist eine Methode, die dem Toningenieur unzählig neue Wege zur Erstellung eines guten und modernen Gitarrensounds eröffnet und ihm in seinem Tun weitaus flexibler macht.

Einleitung:

Die meisten Toningenieure, die heutzutage in der Musikbranche tätig sind, greifen bei der Erstellung Ihrer Gitarrensounds vermehrt auf die Methode des Reamping zurück. Beim Reamping wird das trockene Gitarrensignal, welches in der Regel nur mit einer DI-Box oder direkt über das Soundinterface aufgenommen wurde, erst im Anschluss durch einen Verstärker geschickt. Das bedeutet, dass der Toningenieur viel freier in der Auswahl des letztendlichen Gitarrensounds ist und nicht an einen bereits vorgegebenen Gitarrensound gebunden ist.

Der Tontechniker hat durch das Reamping die Möglichkeit den Gitarrensound seiner Produktion exakt auf seine Bedürfnisse abzustimmen. In den guten alten Tagen, wo man noch auf analoge Bandmaschinen aufgenommen hat, wurde der Gitarrensound normalerweise direkt mit zwei Mikrofonen von der Ampbox abgenommen. Der Grundsound war sozusagen direkt in Stein gemeißelt und konnte anschließend nur noch mit den üblichen Effekten wie Kompressor, EQ, Hall, Delay, etc. bearbeitet werden. Die Grundcharakteristik konnte jedoch nicht mehr verändert werden.

Dies wiederum führte dann gelegentlich dazu, dass der Gitarrensound für sich allein genommen zwar gut klang, aber sich im Gesamtkontext an der ein oder anderen Stelle nicht optimal einpasste. Ein weiterer wichtiger Vorteil vom Reamping ist auch die Zeitersparnis bei der Recordingsession! Jeder der schon mal einen Gitarristen live aufgenommen hat, weiß sicherlich wovon ich rede.....da werden unzählige Verstärkereinstellungen probiert und ständig Diskussionen über den Sound geführt. Ich selber habe Sessions hinter mir, wo alleine das Einrichten der Gitarre einen Tag gedauert hat weil sich der Herr Gitarrist mit seinem Sound nicht "wohlgefühlt" und es auch nicht verstanden hat, dass es hier primär um eine Aufnahme und nicht seinem persönlichem Wohlgefühl geht. Außerdem kostet die unnötig vertane Studiozeit ja sein Geld und nicht meins.

Durch das Reamping ist es also möglich, dem Gitarristen sein Wohlgefühl beim Einspielen zu geben und gleichzeitig ein Signal zu erhalten, dass man im Anschluss frei nach Belieben bearbeiten kann.

Unterschiede:

Der Toningenieur greift beim Reamping in der Regel auf zwei unterschiedliche Methoden zurück:

a) Reampen mit Hilfe eines Gitarrenverstärkers bzw. Topteil und Box

b) Reampen mit Hilfe eines Modellers bzw. eines entsprechenden Plug-Ins

Was ist ein Modeller?:

Ein Modeller ist ein Hardwaregerät oder eine Software in Form eines Plug-Ins, deren Aufgabe darin besteht, einen Gitarrenverstärker digital zu simulieren. Die gängigsten Modeller beinhalten meist schon ab Werk die Simulationen der bekanntesten Gitarrenverstärker wie z. B. Marshall JCM 800, Mesa Boogie Rectifier, Fender Twinreverb, etc. Weiterhin verfügt der Modeller über diverse Effekte und so genannte Boxen- und Cabinetsimulationen, die sich dann wiederum mit jedem Verstärkermodel kombinieren lassen. Hier erkennt man also schon die unzähligen Möglichkeiten, die sich hier eröffnen. Und meist auch noch im handlichen Format.

Modeller, gleich ob Hard- oder Software, gibt es mittlerweile in allen Qualitäts- und Preisklassen. Preiswerte Hardware-Modeller sind zum Teil schon für unter 100,- € (z. B. Behringer V-Amp) zu haben, wohingegen man für qualitativ hochwertige Modeller auch gerne mal 1000,- € und mehr auf den Tisch legen kann (z. B. Kemper Profiling Amp oder AXE-FX). Bei den Software-Modellern bewegt man sich mehr oder weniger in einem Preisrahmen von 40,- € bis etwa 200,- €. Es gibt jedoch auch relativ viele Modeller als Freeware zum downloaden (z. B. Le Pou). Wie immer sollte man sich also, wenn man vor einer Kaufentscheidung steht, die kostenlosen Trialversionen der jeweiligen Modeller runterladen und ausprobieren. Wenn man sich dann ein Gesamtbild geschaffen hat, fällt die endgültige Wahl etwas leichter und man wird vor etwaigen Enttäuschungen verschont. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich drei unterschiedliche Software-Modeller empfehlen:

a) "BIAS Desktop" der Firma Positive Grid (174,- $)

b) "GTR 3" der Firma WAVES (149,- €)

c) "Guitar Rig 5 Pro der Firma NATIVE INSTRUMENTS (179,-€)

Ich persönlich greife beim Reamping in der Regel auf die oben genannten Software Plug-Ins zurück, wobei ich gelegentlich auch mit meinem Top+Box (KITTY HAWK Junior 120 W + KITTY HAWK 4x12" Mahagonibox) reampe. Da hier jedoch der technische Aufwand wesentlich höher ist und man dafür auch die entsprechenden Räumlichkeiten benötigt, benutze ich überwiegend die Softwarevariante. Bei der Softwarevariante hat man in der Regel auch nochmals einiges mehr an Einstellungsmöglichkeiten als bei einem Hardware-Modeller. Letztendlich entscheidet aber auch hier wie so oft der persönliche Geschmack.

Wie funktioniert Reamping?:

Reamping via Software:

Das Reamping via eines Software-Plug Ins ist im Grunde kein Hexenwerk und von Jedermann zu bewerkstelligen. Wohingegen das Reamping via Verstärker technisch etwas aufwendiger ist, da hier mikrofoniert und verkabelt werden muss. Das Grundprinzip ist jedoch bei beiden Methoden, software- wie hardwaretechnisch, identisch.

Zuerst benötigt man ein unbearbeitetes und cleanes Gitarrensignal. Ich persönlich gehe da so vor, dass ich mit meiner Gitarre direkt in den Instrumenteneingang meines Soundinterfaces gehe. In meiner DAW habe ich dafür einen entsprechenden Eingangskanal eingerichtet, wo ich bereits das Gitarrensignal mit etwas EQ und Kompressor bearbeite. Der Eingangskanal wird dann auf die entsprechende Aufnahmespur geroutet.

In der "Insert"-Kette der Aufnahmespur habe ich dann bereits meinen favorisiertes Modelling Plug In geladen und entsprechend meiner Wünsche eingestellt. Bei dem eingestellten Sound handelt es sich bei mir grundsätzlich um meinen persönlichen Wohlfühlsound, der aber in der Regel nicht der endgültige Gitarrensound der Produktion sein wird, da er bereits mit diversen Effekten versehen ist.

Anschließend nehme ich die Gitarre ganz normal mit dem ausgewählten Sound auf. Da der Modeller jedoch "nur" ein Inserteffekt ist, nimmt die DAW auch nur den reinen cleanen Sound auf und legt erst im Anschluss das Modelling auf die Spur. Somit habe ich also die für Reamping benötigte cleane Gitarrenspur, musste aber beim Aufnehmen selber keine soundtechnischen Kompromisse eingehen.

Nun kann ich mir in Ruhe überlegen, welcher Gitarrensound im Gesamtkontext der Produktion am Besten zum tragen kommt. Passt ein crunchiger Sound letztendlich besser als ein verzerrter Sound oder vielleicht doch lieber ein moderner High-Gain Sound? Dadurch, dass der Modeller als Inserteffekt eingebunden wurde, habe ich im Nachhinein alle Freiheiten der Welt, was den Gitarrensound angeht. Komme ich zu dem Entschluss, dass letztendlich vielleicht doch besser ein anderes Plug-In zur Verwendung kommen soll, kann ich dies einfach austauschen.

Reamping via Hardware:

Die ersten Schritte, also die Aufnahme der cleanen Gitarrenspur, ist identisch wie bei der Softwarevariante.

Im Vorfeld habe ich bereits mein Stack aufgebaut und entsprechend mikrofoniert. Die Gesamte "Konstruktion" richte ich in meiner DAW als externen Effekt ein. Auf spezifische Einrichtungshinweise und Mikrofonangaben verzichte ich hier mal bewusst, da das Einrichten von DAW zu DAW unterschiedlich ist und beim Thema "Mikrofone" eh jeder seine eigenen Vorlieben hat.

Somit jage ich das cleane Gitarrensignal also über den externen Effekt, wo es dann zum Topteil läuft, an die Box weitergegeben wird und schließlich das Mikrofonsignal zurück zur DAW geleitet wird. Hierfür benötigt man natürlich entsprechende IN/Out Kanäle an seinem Interface!

Der Nachteil beim Reamping über einen Verstärker wird hier schon deutlich. Ich benötige Mikrofone, Kabel, Ständer und vor allen Dingen einen akustisch abgeschirmten Raum, da ein Röhrenverstärker im Regelfall eine ordentliche Lautstärke fahren muss, bis die Röhrensättigung einsetzt. Daher kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Reamping via Hardware in den eigenen vier Wänden zwar die Kommunikation mit dem Nachbarn fördert aber wiederum ein friedliches Zusammenleben verhindert! Diese Methode ist also eigentlich für diejenigen interessant die ein eigenes Studio mit entsprechenden Räumlichkeiten oder Zugriff auf ein Solches haben. Für den Heimgebrauch sollte man daher vielleicht eher auf die Softwarevariante oder einer weiteren Variante des Reampings zurück greifen. Der Vorteil allerdings ist, dass ein richtiger Amp letztendlich schon einen anderen Sound zum Vorschein bringt, als ein Plug-In. Auch wenn diese mittlerweile schon z. T. einen hervorragenden Sound liefern, aber Röhre klingt nun mal in Natura anders als eine digitale Simulation.

Bei der weiteren Variante handelt es sich um eine Kombination aus den beiden anderen Methoden. Hard- und Software werden miteinander kombiniert! In der Praxis kann das so aussehen, dass nur das Topteil (insofern es über die entsprechenden Anschlüsse verfügt) als externer Effekt verwendet wird und anstatt einer Box eine Boxen- und Cabinetsimulation, die in den meisten Modelling Plug-Ins enthalten ist, zum tragen kommt. Hier hat man also den Vorteil, dass man über sein geliebtes Topteil reampen kann ohne dass es Stress mit dem näheren Umfeld gibt.

Nachwort:

Ich hoffe, dass ich Euch mit diesem Artikel die unzähligen Möglichkeiten und Vorteile des Reamping näher bringen konnte. Weiterhin freue und bedanke ich mich, dass Ihr bis hierhin schon gelesen habt. Vielleicht probiert Ihr es auch einfach mal selber aus? Wenn ja, wünsche ich Euch schon mal viel Spass dabei!

 

In diesem Sinne:"Rock 'n' Roll, Baby!....."

Gruß,

Marcus

Text copyright by Marcus Kneidl 2012

LINKS

Auf dieser Seite möchten wir Euch gerne einige Links präsentieren.

Obwohl wir selbstverständlich vorher alle Links auf Viren, etc. überprüft habe, können wir leider keine Haftung für das Benutzen der Links übernehmen. Ein Benutzen geschieht daher auf eigene Gefahr!

 

http://tierhaltungsberatung-koeln.de (Musik komponiert und produziert von Marcus Kneidl@tonecube)

http://justaloud.com (Hier kann man meine eigene Musik anhören und erwerben)

https://www.facebook.com/tonecube (Meine Facebookseite)


Bands:

Senses May Wither (Knallerband im Stile von Soilwork! Muss man hören! Gratis EP bei Facebook)

Scorn of Kali (Neues Demo der Band gemischt und gemastert von tonecube / Metalcore/Death Metal)

 

Recordingstudio:

http://www.klangbasis.de  (gute Recordingmöglichkeit in Köln zu fairen Preisen!)


Foren:

www.recording.de

www.tonstudio-forum.de

Joomla templates by a4joomla